wie ich arbeite
mit dem anfangen,
was zählt.
bevor ich entscheide, was ich baue, möchte ich verstehen, welche arbeit ich jemandem abnehmen kann.
die arbeit verstehen.
ich fange beim ergebnis an und denke von dort aus zurück. was muss passieren? welche informationen braucht es? wo muss ein mensch entscheiden?
in einem unternehmen heißt das: die menschen verstehen, die systeme, die sie schon nutzen, und die ausnahmen, die in keiner prozessbeschreibung stehen. wichtiger als das diagramm ist, wie die arbeit tatsächlich abläuft.
bevor ich etwas automatisiere, frage ich, ob es überhaupt nötig ist. manchmal gibt es einen prozess nur, um einen anderen am laufen zu halten. ihn zu beschleunigen hilft nur, wenn die arbeit selbst noch sinnvoll ist.
dem menschen weniger abverlangen.
ich möchte mit den e-mails, kalendern und systemen arbeiten, die menschen ohnehin nutzen. kein zusätzliches dashboard, an das sie denken müssen. keine neue routine, nur um die software auf dem laufenden zu halten.
dafür muss ich die organisation verstehen: die menschen darin, ihre berechtigungen, informationen, entscheidungen und ausnahmen. die architektur sollte dafür sorgen, dass die systeme im hintergrund zusammenspielen. wenn menschliches urteilsvermögen gefragt ist, sollte die zuständige person alle nötigen informationen für die entscheidung erhalten.
unterlagen. die entscheidung vorbereiten.
eine eingehende e-mail wird zur aufgabe für das system. unterlagen liest die anfrage, findet die relevanten dokumente, prüft die fakten und bereitet die vollständige antwort nach den genauen vorgaben der organisation vor.
beim menschen landen die fertige antwort, alle benötigten anhänge und die belege dazu. die ursprüngliche anfrage ist bereits bearbeitet. niemand muss die bestellung suchen, dokumente zusammensuchen oder mit einem entwurf anfangen.
übrig bleibt eine entscheidung: freigeben, bearbeiten oder ablehnen. im beispiel werden die antwort zum liefertermin, die auftrags- und versandbestätigung sowie die nachweise für den genannten termin gemeinsam bereitgestellt.
die belege bleiben sichtbar, die entscheidung bleibt beim menschen. der liefertermin kann stimmen und die antwort trotzdem noch etwas fingerspitzengefühl brauchen. die vorbereitung ist abgeschlossen; die verantwortung bleibt beim menschen.
bis zum ende mitdenken.
ich verbinde design, architektur und entwicklung. wie sich etwas anfühlt, hängt damit zusammen, wie es gebaut ist. und beides hängt von dem problem ab, das es lösen soll.
ich nutze ki im gesamten prozess, vom erkunden einer idee bis zum schreiben und prüfen von code. sie hilft mir, zwischen den bereichen zu wechseln. die entscheidungen und die verantwortung bleiben bei mir.
verantwortung klar zuordnen.
ki kann interpretieren. berechnungen folgen festen regeln. menschen entscheiden. jeder teil braucht eine klare aufgabe.
truhe macht diesen unterschied greifbar. die offline-app liest pdfs und e-rechnungen direkt auf dem gerät, berechnet die möglichen steuererstattungen für strom, erdgas und heizöl und erstellt dort die vollständigen unterlagen. ausgefüllte vorlagen, berechnungen, nachweise und die schritte zur einreichung kommen in einem paket zusammen.
für die berechnung habe ich mich für feste, reproduzierbare regeln entschieden. die rechnungen werden lokal verarbeitet. unklare angaben bleiben zur bestätigung sichtbar. der mensch oder die steuerberatung prüft und stellt den antrag; die app übernimmt das lesen, berechnen und vorbereiten.
das zusammenspiel berechnen.
luws berechnungsmodell betrachtet solaranlage, batterie, elektroauto und wärmespeicher in einer gemeinsamen energiebilanz. es vergleicht betriebspläne und berücksichtigt dabei physikalische grenzen, ladebedarf, komfort, batterieverluste und verschleiß. all diese bedingungen fließen in die berechnung ein.
die aktuelle homey-beta erkennt speicher, elektroautos und flexible geräte anhand ihrer messwerte und vergleicht ihre nutzung mit anderen betriebszeiten. die auswertung zeigt das geschätzte einsparpotenzial, die angenommenen strompreise, die nachweise und die ausgeschlossenen geräte. sie verändert keine geräteeinstellungen.
die übergabe zu ende denken.
staedy macht aus einer unbeantworteten gästefrage eine änderung an der website, die diese frage beantwortet. das ergebnis sind vollständige seiten, texte oder code. dazu kommen quellenbelege, genaue hinweise zur platzierung und prüfschritte für die einbindung in die bestehende hotelwebsite.
mit der übergabe muss das hotel weiterarbeiten können: fertige dateien, eine klare anleitung zur umsetzung und eine vorschau zur freigabe. das beispiel hier verwendet erfundene hoteldaten, aber html und css sind vollständig und lassen sich herunterladen.
ein wenig bauen. ein wenig lernen.
ich baue eine funktionierende version, prüfe die annahmen dahinter und verbessere, was sich nicht bewährt. ich teste die teile im zusammenspiel, denn eine gute oberfläche kann nicht ausgleichen, dass ein system die falsche antwort liefert.
dann schaue ich weiter genau hin. hilft das? ist es verständlich? hat es jemandem eine aufgabe abgenommen oder unbemerkt eine neue hinzugefügt?
auf diese fragen soll die arbeit auf dieser seite eine antwort geben.